Mein Küchenequipment und wozu ich es benutze

Nun betreibe ich seit einiger Zeit diesen Blog, nun möchte ich euch auch mal erzählen was ich so alles an Küchenequipment in Verwendung habe. Soweit möglich verlinke ich die Artikel direkt zu einem Händler, es könnte ja passieren, dass jemand Gefallen an den Dingen findet.

Bräter gibt es diverse. Auch hier im Haushalt sind schon einige vorhanden. Allerdings haben die meisten Bräter die Angewohnheit, oval zu sein. Damit konnte man diese entweder nur auf der großen Doppelplatte auf dem Herd benutzen oder die Bräter kamen auf die normale Platte für große Töpfe und wurden mehr oder weniger nur in der Mitte heiß. Beim Stöbern in anderen Blogs las ich irgendwann über eine Cocotte. Zur Erklärung: Eine Cocotte ist laut Wikipedia: „ein feuerfester Schmortopf, der zum Braten und Backen verwendet wird. Der Name leitet sich von der ursprünglichen Verwendung zum Schmoren eines Huhns ab.“ Ich habe mich dann für eine Cocotte von Staub* entschieden. Diese ist aus Gusseisen und innen noch extra beschichtet und dadurch auch recht kratzfest. Aus Erfahrung kann ich sagen, es brennt fast nichts an. Und sollte es durch Unachtsamkeit doch einmal psssieren lassen sich die angebrannten Reste mit warmen Wasser und Spülmittel nach ein paar Minuten Einweichzeit sehr einfach wieder entfernen. Die Cocotte ist zwar spülmaschinenfest, gehört aber zu einem der Teile die ich immer von Hand mit warmen Wasser und Spülmittel reinige. Ich bin mir nicht sicher ob das für Spülmaschinen oft aggressive Geschirrspülmittel die schöne Außenlackierung nicht doch irgendwann matt macht.

Eine Küchenmaschine habe ich natürlich auch. Dabei wollte ich etwas, das man auch in der Küche stehen lassen kann und das dazu  noch schön aussieht. Dazu sollte sie auch nicht zu groß sein, da ich dann doch nicht täglich Gebrauch von ihr mache. Die Wahl fiel auf eine apfelgrüne Artisan von Kitchenaid. Wenn man sich das richtige Angebot raussucht ist auch schon einiges dabei, es bleibt dann nicht nur bei einer Rührschüssel und einem Rührer.
Dadurch sind hier inzwischen schon der Röhrennudelvorsatz, der Fleischwolf und der Gemüseschneider dazu gekommen.

Wenn man Früchte passieren  oder beispielsweise Beeren von ihren Kernen trennen möchte, eignen sich Passiergeräte hervorragend dazu. Aus dem Urlaub im Spätsommer kommt immer eine große Kiste frischer Äpfel mit nach Hause. Aus diesen wird – neben Apfelkuchen – auch besonders viel Apfelmus gemacht. Dazu nutze ich dann eine sogenannte Flotte Lotte* von Gefu. Damit geht es sehr schnell, das Gerät macht einen sehr wertigen Eindruck und ist komplett aus Metall und somit vollständig spülmaschinenfest.

Zum Einkochen von Früchten und auch für das Apfelmus kann man einfach einen großen Topf auf den Herd stellen, die Gläser hinein geben, Wasser hinzu geben und dann 1-2 Stunden kochen lassen. Das hat aber den Nachteil, dass man die Temperatur nicht wirklich regeln kann. Entweder kochte das Wasser oder halt nicht. Außerdem passen nicht wirklich viele Gläser in einen Topf und ich bin mir nicht sicher ob der Stromverbrauch nicht doch deutlich in die Höhe steigt. Aus diesem Grunde habe ich mir einen Einkochautomat* von Bielmeier gegönnt. Dieser hat 27 Liter Fassungsvermögen, also deutlich mehr als handelsübliche Töpfe. Die Temperatur lässt sich bei dem Automaten von 30 bis über 100 Grad einstellen und die Kochzeit bis zu 2 Stunden. Zusätzlich hat der Automat einen Ablasshahn an der Seite. Damit lässt sich nach dem Einkochvorgang sehr einfach das Wasser ablassen, was bei 27 Litern noch sehr warmen Wasser sehr bequem ist. Das haben zwar auch andere Einkochautomaten, dann aber teilweise direkt vor dem Bedienpanel.

Wenn man den Einkochautomaten für einen anderen Zweck nutzt ist das nicht gerade sinnvoll. Was der andere Zweck ist? Glühwein kochen. 27! Liter Glühwein. Ich warte immer noch auf eine Gelegenheit, das einmal zu machen.

Häufig nimmt man zum Backen ja Backpapier. Das ist auch eine sehr nützliche Erfindung, hindert es doch Kekse, Pizza und Kuchen am Festkleben an Blech und Gitter. Meistens kann man es sogar mehrfach benutzen. Allerdings nur solange nicht irgedwas Flüssiges darauf tropft. Somit entsteht doch noch eine Menge Müll. Ich habe mich daher dazu entschlossen eine Dauerbackmatte* zu verwenden. Diese ist aus einer Art Glasfaser und mehrfach verwendbar. Wenn sie schmutzig wird kann sie sogar oben in die Geschirrspülmaschine und ist danach wieder wie neu.

Beim Backen macht man des öfteren auch Hefeteig, der dann teilweise mehrere Stunden gehen muss. Früher passierte sowas bei mir direkt in der Schüssel in der ich den Teig auch gerührt habe. Dadurch war aber die Schüssel dann immer belegt und konnte für nichts anderes genutzt werden. Deshalb habe ich mir für mein Küchenequipment ein Gärkörbchen* aus Peddingrohr besorgt. Das mehlt man einfach kräftig ein und kann den Teig dann problemlos viele Stunden gehen lassen. Dadurch das der Korb nahezu komplett bemehlt werden kann klebt kein Teig darin und man kann ihn am nächsten Tag komplett ohne Klebereien in der Schüssel weiter verarbeiten.

Irgendwann habe ich mal versucht Nudeln selber zu machen. Das geht an sich ganz gut, nur wenn man Bandnudeln oder noch Spaghetti machen möchte ist es doch recht kompliziert diese zurecht zu schneiden. Deshalb habe ich mir dazu eine Nudelmaschine* Atlas 160 von Marcato geholt. Mit dieser lässt sich der Teig gut erst einige Male schön elastisch rollen und zum Ende hin in leckere Pasta verwandeln. Spülmaschinengeeignet ist sie allerdings nicht, muss sie aber auch nicht denn reinigen lässt sich die Maschine ganz einfach mit einem Pinsel und einem Geschirrtuch.

Passend dazu, falls mal etwas anderes aus dem Teig gemacht werden soll als dünne Nudeln, habe ich einen Pastaroller* mit 9 verstellbaren Rädern. Mit dem kann man problemlos breitere Nudeln oder Lasagneplatten machen. Nur zu fest drücken sollte man nicht da sonst die Welle leicht aus der Halderung springt. Aber damit lässt es sich leben, wenn man es weiß.

Ab und zu gibt es mal Frikadellen oder Hamburger. Da es immer etwas schwierig ist alle Portionen der Fleisch-Patties gleich groß zu bekommen damit auch alle wirklich gleich garen können habe ich mir angewöhnt, ein kleines Hilfmittel zu nehmen. Am einfachsten geht das mit der 3in1-Hamburgerpresse* von palini. Dort gibt man das gehackte Fleisch hinein und hat so immer die gleiche Menge. Für kleinere Frikadellen kann mal auch die kleinere Form nehmen. Dann heraus nehmen und zu Bällchen rollen oder direkt so als Patties verarbeiten.

Ab und zu muss auch mal etwas gerieben werden. Größere Mengen mache ich dabei mit dem Reibaufsatz der Küchenmaschine, kleinere Mengen mit einer handelsüblichen Reibe. Da diese aber teilweise recht scharf sind und man, wenn man Obst und Gemüse komplett reiben möchte, sich gerne einmal nett in Hand und Finger schneiden kann, kamen relativ schnell Schnittschutzhandschuhe* ins Haus. Damit kann man ohne Blutflecken alles bis zum Ende reiben. Danach einfach unter fließend Wasser abwaschen und trocknen lassen.

Zum Verstreichen von Teigen auf Bleche (z.B. bei Biskuitteig für Zitronenrollen) oder in Springformen kam hier auch einmal ein Satz Winkelpaletten*  in den Bestand. Natürlich kann man auch mit einem Messer oder Löffel den Teig irgendwo verstreichen, mit einer Palette geht es allerdings immer deutlich einfacher und gleichmäßiger.

Manchmal möchte man etwas auf Temperaturen erhitzen die über den Siedepunkt von Wasser hinaus gehen. Dann ist ein Küchenthermometer* die ideale Hilfe. So beispielsweise beim Kochen und Backen mit Öl  oder beim Zuckerkochen.

Dazu gibt es hier im Haushalt noch einen recht alten elektrischen Handmixer von Krups, den wird es aber so in der Art nicht mehr geben. Er leistet aber immer noch gute Dienste für Arbeiten die mit der Küchenmaschine dann doch  etwas zu klein sind.

Ebenso schon sehr alt ist hier der Pürrierstab von Braun, noch mit fest verbundenen Messer, nicht abnehmbar wie die heute so sind. Dafür deutlich robust und pürriert alles was er unter das Messer bekommt.

Zum Einkochen nehme ich meistens Einkochgläser von Weck. Man kann zwar auch Twist-Off-Gläser nehmen (das sind die mit dem Schraubdeckel, der beim Öffnen ploppt), aber bei den normalen Einkochgläsern kann man sehen wenn die nicht richtig dicht sind. Dann hält der Deckel nämlich nicht fest. Bei Schraubdeckeln ist das nicht ganz so ersichtlich.

Letztes Jahr habe ich mir in Italien dann noch ein 60cm-Nudelholz aus echtem Holz geholt und meinem Küchenequipment hinzugefügt. Eigentlich nur ein dicker Stiel mit Knubbeln an der Seite. Aber damit lassen sich auch größere Teigstücke sehr gut ausrollen. Wenn man beim Ausrollen ausreichend Mehl benutzt klebt da auch nichts. Und falls doch, lässt sich das mit etwas warmen Wasser mit Spülmittel super wieder entfernen. Manch einer schwört zwar eher auf Silikonrollen aber da bin ich bei manchen Teigen doch etwas zurückhaltend. Wer weiss was da von der Rolle so in den Teig wandert.

Diese Liste mit meinem Küchenequipment wird übrigens immer länger, ihr solltet zwischendurch immer mal wieder reinschauen falls ihr keine neuen Haushaltsgegenstände verpassen wollt.