Chicken Tikka Marsalla ganz einfach

Heute probiere ich mal etwas exotisches. Es handelt sich dabei um das sogenannte “Chicken Tikka Marsalla”. Also in Joghurt und Gewürzen mariniertes Huhn. Abgesehen von der vielleicht selbst hergestellten Gewürzmischung ist auch nicht viel zu machen. Hier steht wie es geht.

Zutaten

1 kg Hühnerschenkel oder -Teile
200g Joghurt
2 EL Sesamöl
3 Zehen Knoblauch
1 Knolle (Daumengroß) Ingwer
2 EL Tomatenmark
1 Limette
eine indische Marsalla-Gewürzmischung (selbstgemacht)
Salz
Pfeffer
Ein Bund frischer Koriander
Mandelblättchen
Fladenbrot
optional Reis

Zubereitung

Die Hühnerteile aus den Kühlschrank holen und trocken tupfen

Den Ingwer mit einer Löffelkante schälen und danach fein reiben. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Limette auspressen.
Nun eine Marinade anrühren mit dem Joghurt, den geriebener geschälte Ingwer, die hälfte von dem Limettensaft und nach Belieben mehrere Esslöffel der der Marsalla-Gewürzmischung dazu geben. Wie diese einfach selbst gemacht wird beschreibe ich unten. Das Sesamöl dazu geben und alles verrühren. Die Marinade zusammen mit den Hühnerteilen vorzugsweise in einen ausreichend großen Gefrierbeutel geben und verschließen. Alles gut miteinader vermengen und mindestens 6 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen. Bei Bedarf zwischendurch den Beutel wenden damit auch wirklich alls mit der Marinade in Berührung kommt.

Zum Garen die Hühnerteile aus der Tüte holen, die Marinade mit einem Pinsel abstreichen und aufbewahren. Das Huhn in eine Auflaufform geben und in vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft für 40 Minuten garen bis die Haut schön gebräunt ist. Je nach Ofen kann das etwas variieren.

Etwa 10 Minuten bevor das Huhn aus dem Ofen kommt die Marinade in einen Topf geben und erhitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen und etwas Wasser dazu falls die Sauce zu stark eingedickt ist. Den Koriander klein schneiden und die hälfte davon zusammen mit dem Tomatenpürree unterrühren.

Über das Huhn geben, mit Mandelblättchen und dem restlichen Koriander garnieren.

Dazu passt Fladenbrot oder Reis. Beides sollte man machen, kurz bevor das Huhn das Ende seiner Garzeit erreicht hat, so kann das Geflügel nach dem Backofen noch ein paar Minuten vor dem servieren ruhen.
Fertig ist das Chicken Tikka Marsalla

Chicken Tikka Marsalla mit Fladenbrot

Für die Marsallamischung existieren viele unterschiedliche Nischungen, ich habe bei meiner Suche im Netz einige entdeckt und bin schließlich zu dieser Mischung gekommen.

Zutaten

Jeweils 2 Esslöffel Koriandersamen, Kreuzkümmel und Kardamomkapseln.
Dazu 2 Teelöffel oder mehr schwarze Pfefferkörner.
Außerdem 2 Stange Zimt
und 12 Gewürznelken

Zubereitung

Alle Gewürze werden in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze ca. 3-5 Minuten geröstet. Dann die Mischung etwas abkühlen lassen und anschließend in einem Mörser zerstoßen.
Das ist zwar etwas mühsam aber so hat man frisches Gewürzpulver.
Alternativ kann man wohl auch eine günstige elektrische Kaffeemühle nutzen um feines Pulver zu bekommen, ich finde das allerdings nicht als nötig.
Pulver das übrig ist sollte in einem Luftdicht schließenden Glas aufbewahrt und wegen der Frische bald verbraucht werden.

Zwetschgendatschi wie früher

Zwetschgendatschi

Es ist mal wieder die Zeit des Kernobstes, zu diesem gehören natürlich auch die Zwetschgen. Was liegt da näher als mal wieder einen Zwetschgenkuchen zu machen. Da in diesen Kuchen die Zwetschgen etwas in den Teig hinein gedrückt (“gedatscht”) werden wird dieser Kuchen auch Zwetschgendatschi genannt. Im Original ist der Datschi angeblich ohne Streusel, aber was ist schon ein Blechkuchen ohne Streusel? „Zwetschgendatschi wie früher“ weiterlesen

Himbeeren in Chardonnaygelee

Himbeeren in Chardonnaygelee Titelbild

Hier mal wieder ein Nachtisch, den man gut einige Stunden vor dem Essen vorbereiten kann Es handelt sich um Himbeeren in Chardonnaygelee. Eigentlich einfach zu machen, man brauch nur etwas Zeit.

Zutaten
300g Himbeeren
1 Flasche (0.7l) Chardonnay
1 Vanilleschote
5 Blätter Gelatine
250g Zucker
Auf Wunsch Sahne

Zubereitung
300g Himbeeren und den Inhalt von einer Flasche Chardonnay vorsichtig in eine Schüssel geben, Nach Belieben ziehen lassen, 15 Minuten können es aber schon mindestens sein.
Die Flüssigkeit durch ein Sieb in den Topf abgießen, die Himbeeren über der Schüssel abtropfen lassen. Eine Vanilleschote der Länge nach durchschneiden und mit in den Topf geben. Jetzt den Wein kurz aufkochen und dann 15 Minuten mit der Vanille ziehen lassen.
Während das passiert die Beeren in Glasschälchen legen. Dabei sollte man beachten das je kleiner die Schälchen sind, desto fester wird die Konsistenz des Gelee. Aber zumindest damit bedeckt sollten die Himbeeren schon sein.
Als nächstes die Gelatine in einer flachen Schale mit Wasser einweichen.
Bis die soweit ist den Zucker in den Wein geben und alles noch einmal erhitzen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Und nun kann auch schon die Vanilleschote aus dem Wein heraus geholt werden.

Zur weiteren Verwendung kann man die Schote trocknen lassen und dann in ein Glas mit Zucker geben. Die Vanille gibt ihr Aroma an den Zucker ab und man hat schnell selbstgemachten Vanillezucker.

Ein Teil der Weinlösung mit einer kelle in eine Karaffe geben und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Dann alles zurück in den Wein geben und noch einmal verrühren. Um das ganze jetzt ohne viel Sauerei in die Schalen mit den Himbeeren zu bekommen am einfachsten den Wein wieder in die Karaffe geben und mit dieser alles in die Schalen gießen. Ein paar Milimeter Rand lassen damit sich die Gläser ohne schwappen in den Kühlschrank transportieren lassen. In diesen kommen die Gläser jetzt nämlich für 5 Stunden, die Gelatine sollte dann ausreichend fest sein. Die Gläser dann 40 Minuten vor dem Servieren wieder aus dem Kühlschrank raus holen, so kommt das Aroma besser zur Geltung.

Wenn man möchte kann man noch Sahne zu den Himbeeren in Chardonnaygelee servieren.
Wer es besonders witzig mag kann aus der Mitte der Schale etwas Gelee heraus nehmen und dort die Sahne plazieren. Es geht aber auch direkt auf das Gelee oben drauf.

Im Wok gebratenes Hühnchen mit Gemüse Süß-sauer

Wok gebratenes Hühnchen mit Gemüse Süß-sauer Titelbild

Manchmal ist es einem nach einem ganz anderen Gericht. Bei mir kommt manchmal die Lust nach etwas asiatischen auf, in diesem Fall im Wok gebratenes Hühnchen mit Gemüse süß-sauer.

Zutaten

1 rote Paprikaschote
4 Möhren
1 Bund Lauchzwiebeln
2 Hähnchenbrustfilets
200 g Sojasprossen, frisch oder aus dem Glas
100 ml SüßSauer-Soße
50 ml dunkle Sojasauce
2-3 EL Erdnussöl zum Anbraten
optional Erdnüsse

Als Beilage
2 Bündel China-Nudeln als Beilage
oder 200g Reis

Zubereitung

Zuerst die Paprikaschote waschen, entkernen und in grobe Würfel schneiden. Dann die Möhren schälen und in dünne Streifen schneiden sowie die Lauchzwiebeln waschen und zu dünnen Scheiben verarbeiten. Das Hähnchenbrustfilet in mundgerechte Streifen schneiden und in etwas Erdnussöl im Wok bei großer Hitze kross anbraten. Jetzt zuerst die Möhren dazugeben und ca. 2-3 Minuten bei mittlerer Hitze mit dem Fleisch garen. Anschließend die Paprikawürfel hinzu fügen und ebenfalls 2-3 Minuten mitgaren lassen. Nun die Lauchzwiebeln und die Sprossen hinzufügen und wiederum gut 2-3 Minuten erhitzen. Dabei immer wieder mal umrühren damit nichts anbrennt. Nun die Süßsauersoße in die Masse geben und alles gut miteinander vermengen. Bei Bedarf die Mange an Soße einfach erhöhen bis alles gut benetzt ist. Den Herd noch einmal kurz hochdrehen damit alles richtig heiß wird, nach Wunsch einige geröstete Erdnüsse dazu geben, dann mit der Sojasauce ablöschen, noch einmal durchmengen und vom Herd nehmen.

Als Beilage des im Wok gebratenes Hühnchen mit Gemüse Süß-sauer empfiehlt sich Reis oder Reis-/Wildreis Mix oder Chinanudeln. Diese einfach nebenbei nach Anleitung zubereiten und nach Belieben extra servieren oder mit in die Soße geben.
Etwas Sambal Olek auf dem Tisch ist immer gut für alle die es besonders gerne scharf mögen. Allerdings muss das meiner Meinug nach nicht unbedingt sein.

Das war schon alles. Zum Essen kann man traditionell Stäbchen nutzen, aber auch eine Gabel, wenn man mit den Stäbchen nicht so geschickt ist. 🙂